Arbeits- und Lebenswelten in China

Rote Runde mit Wolfgang Schaumberg
Vortrag und Diskussion

Fast kein Tag vergeht ohne Medienberichte zu China. Themen sind dabei die wirtschaftliche Entwicklung und die Rolle des Landes im globalen Kampf um ökonomische und politische Vorherrschaft.

Über 5.000 Unternehmen aus Deutschland sind dort schon aktiv. 270 Millionen „WanderarbeiterInnen“ und weitere zig Millionen schuften in den noch staatlichen oder schon privatisierten Fabriken für inländisches wie ausländisches Kapital, allein 1,4 Millionen in den Fabriken von Foxconn, wo die meisten unserer Handys, PCs oder IPhones für Apple und Co zusammengebaut werden. 

  • Wie ist dabei die Politik der Kommunistischen Partei Chinas mit ihren 80 Millionen Mitgliedern einzuschätzen?
  • Wie reagiert sie auf die Tatsache, dass in China wie kaum in einem anderen Land die Kämpfe der Arbeiterinnen und Arbeiter um ihre Löhne und Arbeitsbedingungen zugenommen haben?
  • Wollen die Kämpfenden mit ihren oft sehr militanten, von der Gewerkschaft ACFTU (300 Mio Mitglieder) nicht unterstützten Aktionen nur einen "gerechteren" Anteil vom Gewinn oder geht es ihnen um mehr, etwa um soziale und politische Umgestaltung?
  • Wie werden diese Kämpfe von der „neuen Linken“ in Festland-China und in Hongkong eingeschätzt und unterstützt? Was bedeuten sie für unsere Auseinandersetzungen hier in Europa?

Der Referent Wolfgang Schaumberg aus Bochum arbeitete 30 Jahre lang bei GM/Opel in Bochum und war dort 25 Jahre Betriebsratsmitglied; er ist weiterhin aktiv in der Gewerkschafts- und sozialen Bewegung und seit 2004 besonders in Vernetzungsprojekten mit Menschen in China. Dabei hat er mehrere Guppenbesuche von sozial Engagierten nach China mitorganisiert und chinesische Gruppenbesuche in Deutschland mitbetreut (siehe www.forumarbeitswelten.de).

Die Veranstaltung wird mit einem kurzem Film eingeführt, es folgt ein Referat und eine Diskussion.

 

 

Beginn: 
Do, 19.10.2017 19:30
Veranstalter: 
DIE LINKE. Darmstadt
Ort: 
LinksTreff Georg Fröba
Adresse: 
Landgraf-Philipps-Anlage 32