Konferenz für bezahlbaren Wohnraum

Welche Maßnahmen und Regeln braucht es, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen?
Konferenz

Steigende Mietpreise und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum entwickeln sich zu immer drängenderen sozialen Problemen. Viele Menschen in den deutschen Großstädten müssen mittlerweile mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kaltmiete bezahlen. In Frankfurt gilt das für mehr als zwei Fünftel der Haushalte, in Offenbach und Wiesbaden ist sogar nahezu jeder zweite davon betroffen. Rund 1,3 Millionen Haushalte in den deutschen Großstädten haben nach Überweisung der Miete nur noch ein Einkommen zur Verfügung, das unter den Hartz-IV-Regelsätzen liegt. Auch die von den Gewerkschaften erkämpften Lohnsteigerungen können die exzessive Mietpreisentwicklung auf Dauer nicht auffangen.

Der Hauptgrund für die verheerende Entwicklung: Fehlender Wohnraum in den Ballungsgebieten. Insgesamt fehlen dort fast zwei Millionen bezahlbare Mietwohnungen – allein in Berlin 310.000. In Hessen fehlen bis zum Jahr 2040 mehr als 500.000 Wohnungen. Die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen ist in Hessen auf einen historischen Tiefstand geschrumpft. Auch bundesweit ist die Lücke im Bereich der Sozialwohnungen besonders groß.

Die gestiegene Neubautätigkeit reicht bisher nicht aus, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken. Gleichzeitig konnten regulatorische Maßnahmen, wie die Mietpreisbremse, exorbitante Mietsteigerungen, Wohnungsnot und Spekulation bislang noch nicht verhindern. Verdrängung und soziale Spaltung nehmen daher weiter zu.

Die Bundesregierung und die hessische Landesregierung beteuern, das Problem erkannt zu haben. Doch welche politischen Maßnahmen werden tatsächlich umgesetzt, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Was kann und muss getan werden, um die Mietpreisentwicklung im Zaum zu halten? Diese und andere Fragen will der Deutsche Gewerkschaftsbund mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und Praxis debattieren.

Beginn: 
Di, 04.09.2018 9:30
Ende: 
Di, 04.09.2018 16:30
Veranstalter: 
DGB
Ort: 
Haus am Dom
Adresse: 
Domplatz 3
Stadt: 
Frankfurt a.M.