Politische Arbeit oder caritative Gewissensberuhigung?

Eine kritische Perspektive auf Volunteering auf Lesvos
Vortrag und Diskussion

Über 1,3 Mio. Menschen beantragten 2018 Asyl in europäischen Staaten. Seit der Schließung der Balkanroute und weiterer repressiver Maßnahmen durch EU-Staaten ging die Anzahl der Schutzsuchenden scheinbar zurück, doch noch immer erreichen jeden Tag viele Menschen über Land oder Wasser die Außengrenzen der Festung Europa oder verlieren ihr Leben bei dem Versuch.Um dieses Sterben zu verhindern, im festen Glauben an den Humanismus, aus Verzweiflung, Wut, Ohnmacht oder aber auch in der Hoffnung grundlegend etwas am mörderischen status quo dieser Welt zu ändern, machen sich seitherFreiwillige aus der Mitte Europas auf den Weg an die europäischen Außengrenzen. - Doch welche Rolle spielen freiwillige Helfern in dieser politischen Krisensituation? Wo liegen die Chancen, Grenzen und Schwierigkeiten eines solchen Arbeitseinsatzes? Inwiefern ist Volunteering politisch? Und wie können wir auf die zunehmende Kriminalisierung von Fluchthelfer*innen reagieren?*Shenja Danz* studierte von 2013 bis 2017 Soziale Arbeit an der Hochschule Darmstadt. In den Sommern 2016 und 2018 unterstützte sie das Lighthouse Relief auf Lesvos. Sie studiert Gender Studies an der Universität Wien und ist seit  Jahren in antifaschistischen, antirassistischen und queerfeministischen Zusammenhängen aktiv. - Spenden für Lighthouse Relief auf Lesvos sind willlkommen.

Beginn: 
Wed, 27.03.2019 19:00
Veranstalter: 
Hochschule Darmstadt
Ort: 
Cafe Glaskasten
Adresse: 
Schöfferstr.