Wir wollen mit Euch ein Solidaritätsfest feiern mit Musik, Tanz, Infos, Essen und Trinken!
2010, mitten in den syrischen Bürgerkriegswirren haben Kurd*innen und andere Völker in Nordostsyrien (Rojava) begonnen eine Selbstverwaltung mit Basisdemokratie, Gleichberechtigung aller Geschlechter, Ethnien und Religionen und ökologischen Grundsätzen aufzubauen. Rojava ist damit zu einem Symbol für ein fortschrittliches und gerechtes Gesellschaftssystem geworden. Aber immer wieder wird Rojava von der Türkei mit Bomben und Drohnen angegriffen, Menschen werden getötet und die zivile Infrastruktur zerstört. Islamistische Milizen wie die SNA, die von der Türkei unterstützt und befehligt werden, greifen das Gebiet der Selbstverwaltung an. Auch gibt es immer noch Schläferzellen des IS, die Angriffe starten.
Nach dem Machtwechsel in Syrien gab es Hoffnungen auf Frieden und ein gleichberechtigtes Nebeneinander aller Ethnien und Religionen. Aber die herrschende Miliz HTS können und wollen Minderheiten wie die Aleviten und Drusen nicht schützen bzw. sind selbst an Massakern an diesen beteiligt. Es ist zu befürchten, dass diesen Kräften auf ihrem Weg in einen islamischen Staat, auch Rojava im Wege steht.
In dieser Situation ist Solidaritätsarbeit immens wichtig. Wir vom Solikreis Kurdistan-Rojava unterstützen die demokratischen Bestrebungen der Selbstverwaltung. Wir leisten Aufklärung über die aktuelle Situation, organisieren Veranstaltungen, Infostände, Feste und üben praktische Solidarität.
Folgende zwei Projekte liegen uns besonders am Herzen:
- Aufbau einer Städtefreundschaft zwischen Darmstadt und Amude:
Frauen haben begonnen innerhalb der Selbstverwaltung eigene Aktivitäten zu entwickeln. Gerade für Mädchen und Frauen ist der Sport eine wichtig Säule der Selbstverwirklichung. In Amude gibt es engagierte Volleyballteams für Mädchen und Frauen, die unter widrigen Bedingungen ihren Sport ausüben. Wir möchten zur Unterstützung als ersten Schritt zu einer Städtefreundschaft Sportpatenschaften mit Vereinen aus Darmstadt und Umgebung und diesen Sportlerinnen initiieren. - Unterstützung der Kampagne Solardarity:
Durch gezielte Angriffe auf Kraftwerke etc. ist die Stromversorgung in Rojava sehr prekär. Medico International hat die Kampagne Solardarity ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine Million Euro für Solarmodule zu sammeln. Mit den bis heute gesammelten Spenden konnten schon einige Solaranlagen installiert werden.