Dokumentation über die Folgen von Atomtests & Gespräch mit der Übersetzerin des Filmes Yu Kajikawa
Der Film „Silent Fallout“ taucht tief in die unerzählten Geschichten der Opfer von Atomtests in den USA und will das Bewusstsein für das gravierende Problem der Strahlenvergiftung und der nuklearen Verseuchung in den USA und weltweit schärfen.
1951 begannen die USA mit Atomwaffentests auf dem Festland und setzten unzählige Bürger*innen einer gefährlichen Strahlung aus. Mary Dickson, die in den 1950er und 1960er Jahren in einem Vorort von Utah aufwuchs, wurde Zeugin, wie ihre Mitschüler in der Grundschule an ungewöhnlichen Krankheiten und Todesfällen starben.
Gleichzeitig führte Dr. Louise Reiss in St. Louis, Missouri, eine bahnbrechende Studie durch, bei der sie Milchzähne sammelte und das Vorhandensein von Strontium-90, einem radioaktiven Element, in den Körpern von Kindern nachwies, die in ganz Amerika der Strahlung ausgesetzt waren. Dies veranlasste schließlich Präsident Kennedy zu dem Beschluss, die atmosphärischen Atomtests einzustellen.
Yu Kajikawa hat die deutschen Untertitel für den Film erstellt und steht nach dem Film zum Gespräch bereit.
OmU, Dokumentarfilm, 70 Min., Japan 2022
Regie: Hideaki Ito
Am 6. und 9. August 2025 jähren sich die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Die Ereignisse brachten unsägliches Leid über beide Städte und ihre Bewohner*innen. Das Evangelische Dekanat Darmstadt und das Darmstädter Friedensforum nehmen diesen Jahrestag zum Anlass, um mit verschiedenen Veranstaltungen auf die historische Bedeutung von Atombomben hinzuweisen und gleichzeitig deren aktuelle Bedrohung ins Gedächtnis zu rufen.