Stonewall Pride

Sie nehmen uns sie Rechte, wir nehmen uns die Straßen!
Demonstration/Kundgebung

Die Polizei New York stürmte in der Nacht vom 28. Juni 1969 in alltäglicher Manier der Kriminalisierung und Schikanierung von LGBTI+-Personen das Stonewall Inn, eine Bar der queeren Community. Doch die Besucher*innen des Lokals, wie Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera leisteten erfolgreich Widerstand gegen die Staatsgewalt! Daraus entstand ein Aufstand, der mehrere Tage anhielt. Im Zuge dessen entstanden sowohl revolutionäre Gruppen wie die Gay Liberation Front , die die vollständige Befreiung von LGBTI+ Personen forderten - als auch die Tradition der Christopher Street Day Demonstrationen. Diese sind weltweit verbreitet, vom kämpferischen Charakter ihrer Ursprünge spürt man aber kaum noch etwas. Übrig geblieben ist ein kommerzielles Spektakel, das als Propagandabühne für Kapital, Polizei und Bundeswehr dient.
 

Als revolutionäre LGBTI+ begehen wir Stonewall als Kampftag! Wir wissen unsere Rechte und Befreiung werden uns vom Staat, vom Kapitalismus nicht geschenkt. Wir lassen uns nicht von der Staatsgewalt drangsalieren! Der Staat schützt uns nicht - unsere LGBTI+-Geschwister schützen uns! 

Dass der Staat uns nicht selbstbestimmt handeln lässt, zeigt sich aktuell an dem sogenannten "Militärgeschlecht". Eine im Selbstbestimmungsgesetz verankerte Regelung, die klärt, dass im Fall des "Spannungs-" oder "Verteidigungsfalls", das tatsächlich selbstbestimmte Geschlecht keine Rolle spielt. Wenn ein männlicher Geschlechtseintrag in der Vergangenheit bestand, so wird dieser ausreichen, um bei einer Wehrpflicht eingezogen werden zu können. Der Staat spricht damit trans-Personen offen und direkt ihre Existenz ab.

Während die gesamte Gesellschaft "kriegstüchtig" gemacht wird, Milliarden in Militär und Aufrüstung fließen, die Wehrpflicht wieder eingeführt wird, kehren im Zuge der Militarisierung auch gesamtgesellschaftlich reaktionäre Familienbilder zurück. Männer sollen Kanonenfutter, Frauen Haussklavinnen werden und wer außerhalb dessen steht, für den ist kein Raum und wird daher in eine der beiden Rollen gezwängt.

Doch ob Rückkehr regressiver Rollenbilder durch Militarismus und Faschismus, sowie die jedes Jahr aufs neue rekordbrechenden Zahlen an Gewaltakten gegen LGBTI+, dagegen formiert sich Widerstand!

Diesen tragen wir am 28.06. auf die Straße!

Für die Befreiung aller unterdrückten Geschlechter! Heraus zum Stonewall-Kampftag! Rechte erkämpfen!

SIE NEHMEN UNS DIE RECHTE, WIR NEHMEN UNS DIE STRAßEN!

Beginn
Veranstalter
QL, YS, Solid, Zora
Ort
Luisenplatz
Kontakt
queerliberation@riseup.net; @queerliberationdarmstadt