Welthandel und Fluchtursachen

Vernissage zur Ausstellung "Konsumsplitter"
Vortrag und Diskussion

Die Ausstellung „konsumsplitter“ (17.2. bis 5.3.2016) greift verschiedene Aspekte der Auseinandersetzungen um die europäische Migrationspolitik auf. Sie beschäftigt sich mit dem Mittelmeer und Frontex, setzt sich aber auch mit Produktgruppen wie Fisch, Kakao oder seltenen Erden auseinander und geht den Fragen um die Verknüpfung von Welthandel und Fluchtursachen nach. Einen Schwerpunkt bilden 30 Papierarbeiten zur globalen Konsumgesellschaft: den Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die  Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Hintergrund ist die Frage nach Fluchtgründen und dem Zusammenhang zu europäischer Politik.

Die Vernissage beginnt um 19:30, um 20 Uhr folgt ein Vortrag:

Dr. Boniface Mabanza wurde in der Demokratischen Republik Kongo geboren, Er studierte Philosophie, Literaturwissenschaften und Theologie in Kinshasa und promovierte an der Universität Münster zum Thema "Gerechtigkeit kann es nur für alle geben. Globalisierungskritik aus afrikanischer Perspektive".

Er ist Koordinator der Kirchlichen Arbeitstelle Südliches Afrika in der Werkstatt Ökonomie/ Heidelberg und freiberuflicher Dozent für Entwicklungspolitik. Boniface Mabanza verfolgt und analysiert die Verhandlungen um die Wirtschafts-„Partnerschafts“-Abkommen (EPA) der EU mit den AKP-Ländern (das sind vor allem ehemalige französische Kolonien in Afrika, der Karibik und im pazifischen Raum) von Anfang an. Er hat zahlreiche Artikel zu diesem Thema  veröffentlicht.

Beginn: 
Wed, 17.02.2016 20:00
Veranstalter: 
DGB-Stadtverband, creative art, attac, agis, Arbeit und Leben, Weltladen
Ort: 
DGB-Haus, Hans-Böckler-Saal
Adresse: 
Rheinstrasse 50