Betrieb & Gewerkschaft

verdi-Senior*innen kritisieren die Rentendiskussion in den Medien

Menschen altern nicht alle gleich. Wer einen bessern Job hat, der verdient nicht nur mehr, sondern der lebt auch länger. Männer, die weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen, leben achteinhalb Jahre kürzer als Männer aus der höchsten Einkommensgruppe.  „Wer arm ist stirbt früher“, bringt es die Professorin für Politische Soziologie an der Universität, Jena Silke van Dyk, auf den Punkt. Rente mit 70 im Jahr 2030 bedeutet für einen durchschnittlichen Gutverdiener, dass er noch 18 Jahre Ruhestand genießen kann.

Geplante Fusion des Kreiskrankenhauses Heppenheim mit dem Heilig-Geist-Hospital Bensheim des Artemed-Konzerns

Zur Zeit laufen Gespräche über eine mögliche Kooperation zwischen dem privaten Träger des Heilig-Geist-Hospital (HGH) Bensheim (Artemed) und dem Kreiskrankenhaus Bergstraße (Heppenheim). Laut Landrat Engelhardt wollen beide Krankennhäuser ein gemeinsam abgestimmtes trägerübergreifendes Medizinkonzept beim Hessischen Gesundheitsministerium einreichen. 

Geplanter Zusammenschluss des Elisabethenstifts und des Städtischen Klinikums 

Der geplante Zusammenschluss der beiden großen Krankenhäuser in Darmstadt verzögert sich, steht aber weiter auf der Agenda. Eigentlich wollten das evangelische Elisabethenstift und das Städtische Klinikum bereits Anfang 2025 eine gemeinsame Holding gründen. Diverse Prüfungen verzögerten den Prozess, der zwischenzeitlich auf der Kippe zu stehen schien. Nun aber verkündete Darmstadts Klinikdezernent André Schellenberg (CDU), eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft habe einen tragfähigen Businessplan vorgelegt.

Tag der Pflege: ver.di will bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen

Die Gewerkschaft ver.di führte zusammen mit dem Bündnis Pflege einen Informationsstand und eine Kundgebung auf dem Ludwigsplatz zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai durch. Zuerst sprach Armin Löw, Gewerkschaftssekretär von ver.di, und betonte die Wichtigkeit eines solchen internationalen Tages der Pflege, um die Arbeit der Beschäftigten in der Pflege zu würdigen und wertzuschätzen. Er wies eindringlich darauf hin, dass die Bundesregierung schnell für gute Rahmenbedingungen in der Kranken- und Altenpflege sorgen muss, um den Pflegekollaps abzuwenden.

Beschäftigte von Klinikum und Elisabethenstift übergeben eine Petition mit 1326 Unterschriften

Die geplante Holding zwischen dem Elisabethenstift Darmstadt und dem Klinikum Darmstadt ist bereits lange geplant. Doch über den Stand der Verhandlungen zwischen der Stadt Darmstadt und dem Träger des Elisabethenstifts, der Agaplesion gAG, dringt wenig in die Stadtöffentlichkeit. Das wird von der Gewerkschaft ver.di stark kritisiert: „Momentan ist hier ein Stillstand zu verzeichnen, u.a. wegen der Frage, unter welchem einheitlichen Tarif die Beschäftigten in der Holding entlohnt werden sollen.

Aggressionen und Shitstorm von rechts

In einer Pressemitteilung von ver.di Hessen heißt es: „Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich entschieden hinter die Mitarbeitervertretung des Elisabethenstifts in Darmstadt, die aus rechten Kreisen massiv angefeindet wird. Die betriebliche Interessenvertretung hatte sich in einer Mail an die Beschäftigten für ein solidarisches Miteinander und gegen die rechtspopulistische AfD positioniert.

500 Hochschulbeschäftigte und Studierende demonstrieren für auskömmliche Finanzierung

500 Hochschulbeschäftigte und Studierende haben am 18.7.24 in Darmstadt für eine auskömmliche Finanzierung der hessischen Hochschulen demonstriert. Auch in Marburg, Kassel und Frankfurt gab es am selben Tag Demonstrationen. »Das ist eine klare Botschaft an die Landesregierung: Die Studierenden und Hochschulbeschäftigten nehmen Kürzungen bei Bildung und Wissenschaft nicht hin, sie wehren sich gemeinsam«, erklärte Gabriel Nyc, der bei ver.di Hessen für Hochschulen zuständig ist.

Zusammenschluss des Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethenstift zu einem Krankenhaus 

Das Bündnis Pflege.Auf.Stand organisierte mit Fahrrädern eine 5-tägige „Tour de Pflege“, die am 3.7.24 vor dem Klinikum Darmstadt einen Stopp einlegte. Die Kundgebung mit ca. 50 Teilnehmer*innen machte auf die Missstände in der professionellen Pflege aufmerksam unter dem Motto „Weg von der Ökonomisierung, Kommerzialisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens – hin zu einer verantwortungsvollen Daseinsvorsorge“. Ein wichtiges Thema war der angestrebte Zusammenschluss des Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethenstift zu einem Krankenhaus.

Das Klinikum Darmstadt und ein evangelischer Krankenhauskonzern wollen "fusionieren"

In Darmstadt wurden Pläne publik, dass die beiden Krankenhäuser Elisabethenstift und Städtische Kliniken in einer Holding zusammengefasst werden oder gar fusionieren sollen. Seitens des evangelischen Gesundheitskonzerns Agaplesion, zu dem auch das Elisabethenstift gehört, scheint es Pläne zu geben, dies unter dem eigenen Dach zu realisieren. Die Agaplesion gAG (gemeinnützige Aktiengesellschaft) wurde 2002 gegründet und expandiert seit dem stetig. 2022 machte der evangelische Krankenhauskonzern einen Umsatz von 1,8 Mrd. € an 22 Krankenhausstandorten.