Bildung

Protest gegen Defizit an der TU Darmstadt

»Zwanzig« ruft die Lehramtsstudentin Anna-Lisa Reinhard mit aller Kraft ins Mikrophon. »Millionen« kommt es von den rund 1.500 Beschäftigten und Studierenden der TU Darmstadt zurück, die an diesem Donnerstag gegen drohende Kürzungen protestieren. Mindestens 20 Millionen Euro fehlen aufgrund explodierender Energiekosten im Haushalt der südhessischen Universität. Das Bündnis »TUtalausfall verhindern«, in dem sich Studierendenvertretungen und Gewerkschaften zusammengeschlossen haben, hat deshalb zum Streik- und Protesttag aufgerufen. Es fordert vom Land Hessen, das Defizit auszugleichen.

Protest gegen Defizit an der TU Darmstadt

»Zwanzig« ruft die Lehramtsstudentin Anna-Lisa Reinhard mit aller Kraft ins Mikrophon. »Millionen« kommt es von den rund 1.500 Beschäftigten und Studierenden der TU Darmstadt zurück, die an diesem Donnerstag gegen drohende Kürzungen protestieren. Mindestens 20 Millionen Euro fehlen aufgrund explodierender Energiekosten im Haushalt der südhessischen Universität. Das Bündnis »TUtalausfall verhindern«, in dem sich Studierendenvertretungen und Gewerkschaften zusammengeschlossen haben, hat deshalb zum Streik- und Protesttag aufgerufen. Es fordert vom Land Hessen, das Defizit auszugleichen.

Steigende Energiekosten für TU Darmstadt. Defizit von 20 Millionen Euro

Die Energiepreise erklimmen bisher unbekannte Höhen. Nicht nur Privathaushalte sind davon betroffen, auch Betriebe, Behörden und so auch die TU Darmstadt. Letztere in besonderer Weise. Die TUDa bezieht ihre Energie vornehmlich aus dem Fernwärmenetz der entega und einem speziell für sie gebauten gasbetriebenen Blockheizkraftwerk. Für beide Energieformen zogen die Preise besonders stark an. 2021 zahlte die TUD ca. 11 Mio. Euro für Strom und 5,5 Mio. Euro für Wärme. Für 2022 gelten noch die alten vereinbarten Preise. Ab Januar 2023 werden die Energiekosten deutlich steigen.

Keine Zusammenarbeit mit Frontex

Am 5. Februar veröffentlichte das ZDF Magazin Royale zusammen mit dem Disinfaux Collective und Frag den Staat die Frontex Files, ein inoffizielles Lobby-Transparenzregister der europäischen Grenzschutzagentur Frontex. Daraus wurden verschiedene Informationen publik: Frontex trifft sich seit Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Lobbyist:innen, vor allem aus der Rüstungsindustrie und das obwohl es bisher keine rechtliche Grundlage für den Besitz von Waffen der „Grenzschützer:innen“ gibt. Bei einem Treffen im Oktober 2019 war auch die Hochschule Darmstadt vertreten.