Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer, Autobomben, Frauen in schwarzen Umhängen, zerstörte, staubige Landschaften. Bilder westlicher Nachrichten aus dem Irak von heute. Dem gegenüber stehen Erinnerungen an die 1950-70er Jahre: Frauen in schicken Kleidern studieren, Männer tragen elegante Anzüge. Überall ist moderne arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigen US-amerikanische, indische und arabische Filme. Es dominierte ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt. Wie konnte sich dies so radikal ändern? Anhand der Migrationsgeschichte seiner eigenen Familie, die aus ihrem Heimatland vertrieben worden ist und sich über die ganze Welt verstreut hat, erschafft der irakische Filmemacher Samir, der selbst in Bagdad geboren wurde und in der Schweiz aufgewachsen ist, eine Hommage an sein Herkunftsland.
Regie: Samir